095 – Der Zuckerstoffwechsel – Wohin mit der ganzen Glucose und was macht der Körper mit der dieser bei einem Diabetiker und Menschen ohne Diabetes?

Jeder hat sie und jeder braucht sie: Die Glucose und den damit verbundenen Zuckerstoffwechsel.


[Werbung] Diese Sendung wird Euch präsentiert von FOCUS-DIABETES. Das Magazin berichtet über Diabetiker und Ihre Geschichten, die neuesten Erkenntnisse aus Medizin und Forschung, Tipps zu den Themen Ernährung und Genuss, sowie den Themen Bewegung und Erleben. [Werbung Ende]

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Glucose ist wohl DER überhaupt wichtigste Energielieferant in unserem Körper. Etwa 300g werden durch die Umwandlung von Nahrung produziert und durch andere Stoffwechselvorgänge (Matabolismus) wie z.B. der Glykogenolyse.

Produzent, Verbraucher, Lageristen und Regulatoren

Auf die ganzen chemischen Prozesse und das ganze hin und her zwischen Gehirn, Hormonen und Tralala spare ich mir zum größten Teil.

Gehirn – Chef im Ring und besitzt kein Instagram-Profil

Sofern vorhanden, gehört das Gehirn zu unseren lebenswichtigen Organen 🙂 Echt jetzt? Ja! Kein Scheiß! und es ernährt sich nahezu ausschließlich von Glucose. Fast 3/4 wird im Gehirn verbraten. Daher mehr als logisch, dass wir hier die Auswirkung von einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) am ehesten zu spüren bekommen.

Magen-Darm-Trakt – der „Panzerknacker“

Mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate (Glukose/Zucker) werden hier in seine Bestandteile zerlegt und ins Blut abgegeben. Mittels Botenstoffen petzt der Magen-Darm-Trakt dem Gehirn, dass Zucker unterwegs ist. Das bekommt somit auch die Bauchspeicheldrüse mit…

Nieren – hier fällt mir nichts dummes ein 🙂

Die Nieren filtern unser Blut und scheiden am Ende Urin aus. Wertvolle Stoffe wie unseren Zucker, werden wieder kontrolliert in unseren Blutkreislauf zurückgeholt.
Wenn wir Zuckerjunkies Überzucker haben, reagiert unser Körper darauf und sorgt durch das Auspinkeln vom Zucker, dass der Zuckerspiegel sinkt. Da Zucker Wasser zieht, ist das auch ein Grund dafür, dass wir diesen extremem Durst entwickeln … Ihr erinnert Euch bestimmt daran.
Früher wurde der Urin genutzt, um mittels Farbskala den Zucker zu bestimmen. Heute eher noch bekannt für Ketonmessung, wobei diese auch schon normalerweise über das Blut gemessen werden.

Bauchspeicheldrüse – das waren noch Zeiten

Schwelgen wir mal in Erinnerungen.
Eine funktionierende Bauchspeicheldrüse (Pankreas) misst den vorhandenen Zucker im Blut. Steigt dieser an, schüttet die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin aus. Insulin sorgt für die Aufnahme vom Zucker in die Zellen. Ein Großteil wird in der Leber und Muskeln in der Speicherform Glykogen gespeichert.
Sinkt der Spiegel sorgt das Hormon Glukagon dafür, dass diese Speicher wieder geleert werden.

Wir Zuckerjunkies machen den Job von unserer (ver)faul(t)en Bauchspeicheldrüse. In meinem Fall macht es das Closed Loop System auch außerhalb meiner Bolis.

Muskeln – Lagerist und Superman-Burner

Insulin ist zwar das einzige Hormon, dass den Blutzuckerspiegel senken kann, jedoch spielen unsere Muckis hier auch eine große Rolle … wenn wir die Dinger auch nutzen.

Das Muskeln Egoisten sind, merken wir spätestens daran, dass sie den in ihnen gespeicherte Zucker Glykogenfür sich selbst verbrauchen. Das Verbrauchte muss auch wieder aufgefüllt werden. Hierfür brauchen wir wieder unser Lieblingshormon Insulin, um den Zucker in die Muskeln zu pumpen. Dieser Muskelauffülleffekt lässt brav unseren Zuckerspiegel sinken. Ha! Die Muskeln sind der absolute „Burner“. Geil oder?

Für uns Zuckerjunkies ist es noch wichtig zu wissen, das intensiver Sport „Stress“ für den Körper ist und dadurch das Hormon Glukagon ausgeschüttet wird. Somit steigt schon wieder unser Zuckerspiegel.

Leber – wächst mit ihren Aufgaben

Mittels unserem berühmten Insulin wird in der Leber die Glucose aus der Blutbahn zu „vielen“ in die Speicherform Glykogen umgewandelt und in der Leber geparkt. Darüberhinaus kann die Leber durch die Umwandlung von Fetten und Eiweißen selber Glucose herstellen (Gluconeogenese). Perfekt.

Die alten Hasen kennen es. Einmal ne Hypo durch, gibt´s als Dankeschön nen Anstieg vom Blutzucker, was bis zu einer fiesen Hyper (Überzucker) gehen kann, die man wieder mit Insulin kontern darf.

Diese Gegenregulation wird bei einer Schwelle X (z.B. 35mg/dl oder 1.9 mmol/l) durch das Wachstumshormon und Glucagon ausgelöst.

Das Glucagon sorgt dafür, dass der „Leberzucker“ auch Leberglykogen genannt, wieder als Glucose in freigesetzt wird.

Wenn ich die Unterzuckerung spüre, kann ich zu 100% davon ausgehen, dass diese auch mein Hirn mitbekommen hat. Ich kann mich somit darauf einstellen, dass ich einen Überzucker bzw. Blutzuckeranstieg bekommen werden. Was auch gut ist, wenn wir die Unterzuckerung in der Nacht verpennen sollten, dürfen wir uns glücklich schätzen, dass unser Körper selbständig mit den entsprechenden Hormonen den gespeicherten Zucker wieder freigibt.

Show Notes

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