235 – Insulinresistenz ist etwas Gutes

Ist die Insulinresistenz nun per se böse oder doch etwas Gutes?

Insulinresistenz gilt als schädlich und wird mit Erkrankungen wie dem metabolischen Syndrom, Diabetes mellitus Typ 2 und anderen Krankheiten in Verbindung gebracht. Die Insulinresistenz ist jedoch evolutionär uns erhalten geblieben. Somit hatten wir das schon in der ewigen Vergangenheit. Scheint wohl auch etwas mit unserem „Überleben“ verknüpft zu sein?

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Ist die Insulinresistenz nun per se böse oder doch etwas Gutes, wenn die Evolution diese schon nicht ausmerzt? Wer sich mit der Mendelsche Lehre etwas auskennt, weiss, dass gewisse Dinge einfach „wegvererbt“ werden können, wenn sie uns nicht taugen und die Natur den Finger bei der nächsten Generation auf die richtige Stelle legt. Irgendwie hatte die Evolution das bei der Insulinresistenz aber nicht vor. Lasst uns somit hinter die Kulissen schauen, ob sich nicht etwas Sinnvolles verbirgt und wir es nur mit unserem aktuellen Lebensstil vermasseln?

In der alten Zeit, in der entweder Säbelzahntiger mit uns „kuscheln“ wollten oder wir selber lange jagen gehen mussten, bevor wir etwas auf den Teller bzw. Steinplatte bekamen, musste auch der Körper sich anpassen bzw. Regularien finden, damit wir nicht stehend KO gehen, wenn wir einmal mit leeren Händen nach Höhle äh Hause kamen.

Es war also einmal der Mensch. Nein, zu dieser Zeit hatten wir keinen PC und keinen Schreibtisch. Nein, WLAN gab´s in diesem Stein Etablissement auch nicht. Einen Kühlschrank hatten die auch nur, wenn der Winter die Höhle angefrostet hat. Ja, auch kein fließendes Wasser, ach doch ein Fluss, ein See vielleicht irgendwas anderes. Aber sie waren wohl unglaublich sportlich, zäh und vor allem ausdauernd. Hatten ja keine andere Wahl. Ich rede jetzt nicht von Sparta, weil die hatten ja schon Häuser. Ja, ich rede von der Steinzeit. Hier sind jetzt wirklich mal die richtig guten Gene, die uns bis in das heutige Zeitalter verfolgen. Nur haben sie uns verfolgt und wir haben dummerweise etwas daraus gebastelt, was dem eigentlichen Zweck nicht gerecht wurde.

Damals waren definitiv Kohlenhydrate nicht Massenware. Beeren durfte man suchen und sammeln. Ackerbau war noch nicht bekannt und somit gab es auch nicht den „Massenmarkt“. Kohlenhydrate dominierten nicht. Gleiches gilt auch für Fleisch und somit musste man sich ja Tag für Tag bewegen, um an Nahrung heranzukommen. Vielleicht gab es die Aufteilung, dass Männer wirklich zur Jagd gingen und Frauen sich um das Sammeln kümmerten. Hauptsache am Ende gab es irgendwas auf den Steinteller. Fleisch, Beeren oder vielleicht doch ne Wurzel? In Massen wird es eher Fleisch gewesen sein, als Kohlenhydrate? Warum? Weil ein Säbelzahntiger einfach größer als ne Wurzel ist.

Die Insulinresistenz hindert die Glucose davon ab, sich in die Muskeln einzunisten

Wenn unsere UuuuuuuuuuuuuuuuuuuuurUuuuuuuuuuuuuuuuuurUuuurUuuuur usw. Väter und Mütter ausharren mussten, war es mehr als sinnvoll, wenn der Organismus bei diesem Überlebensspiel mitmachte. Der Oberboss im Oberstübchen, das Gehirn, kann es nämlich gar nicht ab, wenn es nicht mit Glucose versorgt wird. Somit wird in Knappheit, wenn Ressourcen gespart werden müssen, den Muskeln die Aufnahme der Glucose verweigert.

Die Muskelzellen werden insulinresistent. Haben wir Futterzeiten, so wurde ordentlich reingehauen und da war es auch durchaus sinnvoll, wenn wir irgendwelche Jahresringe am Bauch entwickelt haben. Die nächste Hungerzeit ließ meistens nicht lange auf sich warten. In der Hungerzeit konnte der Körper wiederum von diesen Reserven zehren.

Es war damals ein Wechselspiel zwischen … heute gibt es ein Steinzeit-Eichhörnchen … und in den nächsten Tagen nur ne Wurzel. Hardcore-Diät.

Die Insulinresistenz ist in verschiedenen Zuständen wie z.B. Hunger, Immunaktivierung, Wachstum und Krebs wichtig, um Glukose für verschiedene biosynthetische Zwecke zu sparen

Schwangerschaft ist ebenfalls ein gutes Beispiel. Hier geht es um das Überleben von zwei Organismen. Mama und Nachwuchs. Durch die Insulinresistenz an den Muskeln schafft sich der Körper einfach mehr Glukose Ressourcen, damit die wichtigsten Organe von Mutter und Kind versorgt werden können. Die Muskeln spielen zu Beginn hier keine Hauptrolle.

Schwere Verletzungen, Verbrennungen, Schockzustände usw. Alles Situationen, bei denen der Körper zu den Muskeln sagt: „Ihr habt mal Versorgungspause, ich muss mich um dringlichere Dinge kümmern.“ Hier ist es mehr als sinnvoll, dass unsere Muskeln eine Insulinresistenz haben.

Fazit

Die Insulinresistenz haben wir also genetisch in uns. Das ist somit nicht etwas, was jetzt nur Typ 2 Diabetiker entwickeln, sondern auch wir in verschiedenen Situationen. Unsere Gene haben es mit unserem Organismus nur gut gemeint.

Ein Überlebensvorteil also, wenn wir mal irgendwo knapp an Kohlenhydraten sind bzw. wenn es halt ums nackte Überleben geht oder wenn der Körper eben hergeht und sagt okay ich habe hier irgendwo einen Stress, wir müssen da mal das Gehirn schützen. Wir wichtigere Dinge erledigen, als die Muskeln zu füttern.

Bei uns wurde aus dem Säbelzahntiger ein Schokohase und das Jagen und Sammeln findet nun im großen Einkaufszentrum statt. Danach gemütlich zum Auto, die Ware schieben, nur nicht tragen, nach Hause fahren und mit dem Aufzug in den vierten Stock, um am Ende mit einem letzten Kraftakt auf der Couch liegen bleiben und versuchen, mit der Fernbedienung durch leichte Druckbewegungen die Fingermuskeln geschmeidig zu halten. Die Gefriertruhe ist mit TK-Ware voll, denn … der Winter naht.

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